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Knickfuß 

Der Knickfuß, auch Pes valgus genannt, bezeichnet eine Fehlstellung des Fußes gegenüber dem Unterschenkel, bei welcher das Bein und die Ferse sich in keiner geraden Linie befinden. Er zeigt sich durch ein Absinken des inneren Fußrandes und einer gleichzeitigen Anhebung des äußeren Fußrandes. Bei dieser Fußfehlstellung ist die Ferse um zehn oder mehr Gad nach außen geknickt, was auf das nach innen und unten rutschen des Sprungbeinkopfes und einer simultanen Einwärtsdrehung des Fersenbeins zurückzuführen ist.

Wie entsteht der Knickfuß ?

Grundlegend ist für die Entstehung eines Knickfußes eine Schwächung der supinatorisch wirkenden (Hebung des inneren Fußrandes und gleichzeitiges Absinken des äußeren Fußrandes) Muskeln verantwortlich. Ist der Fuß nach innen gekippt (Pronationsstellung) schaffen es diese Muskeln (aufgrund Ihrer Schwächung) nicht, den Fuß wieder aufzurichten und nach außen zu kippen. Diese Schwächung oder auch die Fehlstellung des Fußes an sich, kann angeboren oder im Laufe des Lebens erworben sein. Jedoch muss das ursächliche Missverhältnis von Belastung und bestehender Muskelkraft nicht unbedingt durch eine Schwäche der Muskulatur ausgelöst sein, sondern kann auch durch eine Überbelastung Zustandekommen.    

Ein Knickfuß ist besonders oft bei Kleinkindern zu beobachten. Jedoch ist hier die Fußfehlstellung physiologisch bedingt und damit erst einmal unbedenklich. Aufgrund der nicht immer gleichmäßigen Entwicklung im Kindesalter, können noch schwache Bänder und Sehnen die Entstehung eines Knickfußes begünstigen. Durch die weitere Entwicklung des Kindes, mit welcher eine Stärkung der Bänder und Sehnen einhergeht, kann sich der Knickfuß sozusagen von selbst wieder normalisieren. Ist ein Knickfuß allerdings im Alter von 8 bis 10 Jahren immer noch vorhanden, muss von einer krankhaften Fehlstellung ausgegangen werden, welche eine Behandlung bedarf.
Neben einer angeborenen oder im Kindesalter angeeigneten und beibehaltenen Fußfehlstellung, kann es z.B. auch durch Infektionen, ein Trauma (z.B. Unfall, Sportverletzungen), Knochenerkrankungen, langanhaltendes und starkes Übergewicht, rheumatische Erkrankungen oder eine spastische Lähmung, zu einem Knickfuß kommen.    

Ein reiner Knickfuß tritt verhältnismäßig eher selten auf. Meistens geht er mit einem Senkfuß (Knick- Senkfuß) oder dem Plattfuß einher.
 

Was kann ich gegen den Knickfuß machen?

Wird ein Knickfuß nicht rechtzeitig und nicht ausreichend behandelt, können im Laufe der Zeit schwerwiegende Folgen entstehen. Diese spiegeln sich nicht nur in Fußschmerzen wieder, sondern können auch, aufgrund der negativen Beeinfluss der Knickfüße auf die Körperstatik, zu Knieproblemen, O-Beinen und X-Beinen führen. Die letztgenannten Beinverformungen  können ihrerseits wiederrum zu Problemen in der Lendenwirbelsäule führen.

Vor allem für Kinder, aber auch für Menschen aller Altersstufen, ist es für ein Entgegenwirken der Knickfüße empfehlenswert, viel barfuß zu laufen. Gerade das Barfußlaufen unebenen Untergründen in der Natur, ist besonders förderlich für die Entwicklung der Füße und deren Gesundheit.

Spezielle Gymnastikübungen für die Füße helfen bei einer leichten Auspräging des Knickfußes. Ist das Fußproblem weiter fortgeschritten, sollte für eine Behandlung ein Physiotherapeut herangezogen werden. Dieser kann eine Behandlung gezielter steuern und mithilfe von z.B. funktionellen Übungen der Spiraldynamik, die geknickten Füße therapieren.

Ein wichtiges und effektives Instrument zur Behandlung von Knickfüßen, sind spezielle Einlegesohlen für die Schuhe. Diese unterstützen die geknickten Füße auf der Innenseite und gleichen somit die Verteilung des Körpergewichts aus, was zu einer Linderung der Probleme und Beschwerden führen kann. Prinzipiell gilt für Personen mit einem Knickfuß, dass Sie das Tragen von Schuhen, mit weichen Sohlen, möglichst vermeiden sollten. Neben dem Griff zu Schuhen mit härteren Sohlen, ist die Verwendung  von Fersenkeileinlagen empfehlenswert. Hier muss allerdings genau unterschieden werden, ob neben einem Knickfuß auch gleichzeitig ein Senkfuß diagnostiziert wird. Ist dies der Fall, werden spezielle Maßeinlagen, welche von einem Orthopädieschuhmacher angefertigt werden sollten, benötigt.

Welche Schuhe kann ich bei einem Knickfuß tragen?

Achten Sie beim Schuhkauf, neben der richtigen Größe und Weite, auf die Härte der Sohle. Verzichten Sie auf zu weiche Sohlen und ziehen sie z.B. unseren Solidus Schuh Hedda in Betracht. Bei diesem Schuh ist zum Beispiel der Shore Härtegrad der Sohle so ausgelegt, dass ein Einknicken des Fußes beim Laufen verhindert wird und gleichzeitig das seitliche Quergewölbe, durch die Kork-Einlage des Schuhs, gestützt wird. Bei einem Knickfuß eignen sich auch besonders bequeme Schuhe mit herausnehmbaren Einlegesohlen, da eigene Schuheinlagen, wie z.B. Fersenkeileinlagen, problemlos eingesetzt werden können.
Bei Solidus finden Sie schöne bequeme Schuhe, die auch für Menschen mit einem Knickfuß oder Plattfuß geeignet sind.

Solidus Schuh mit Klettverschluss, auch geeignet für Knickfuß / Plattfuß