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Fersensporn

Kennen Sie das, Sie stehen nach einer erholsamen Nacht morgens auf und bereits bei den ersten Schritten macht sich ein stechender Schmerz in der Ferse bemerkbar? Ja? Dann leiden Sie möglicherweise, so wie Millionen andere Menschen in Deutschland, unter einem Fersensporn.

Ein Fersensporn ist ein knöcherner, dornenartiger Auswuchs, der sich genaugenommen dort entwickelt, wo die Muskelstränge am Fersenknochen ansetzen – dem sogenannten Fersenbein. Das Fersenbein wird in der Fachsprache auch Kalkaneus genannt, weshalb Mediziner oft auch von einem Kalkaneussporn sprechen. Die Häufigste Variante dieses Fußproblems ist der untere (plantare) Fersensporn, bei welchem der Knochenauswuchs entlang der Fußsohle in Richtung der Zehen wächst.

Wie entsteht ein Fersensporn?

Eine dauerhafte, meist jahrelange Überbelastung des Fußes bzw. genauer gesagt der Plantarfaszie (Sehnenplatte der Fußsohle) ist häufig die Grundursache für einen Fersensporn. Diese Überbelastung spiegelt sich zunächst in winzigen Verletzungen (Mikrotraumata) an den Sehnenansätzen wieder, welche der Körper durch natürliche Verkalkungsvorgänge repariert, bzw. durch diese versucht, für mehr Stabilität der Sehne zu sorgen. Hält die Über-/Fehlbelastung weiter an, entstehen immer mehr Kalkschichten entlang der Sehne, was über die Zeit hinweg zu einem Fersensporn führt. Dieser ist in seinem grundlegenden Dasein nicht für die Entstehung der typischen Schmerzen im Fuß verantwortlich. Entzündet sich das Gewebe der Plantarfaszie (Plantarfaszilitis) rund um den Fersensporn, z.B. aufgrund weiterer Überbelastungen, drückt dieser auf die Entzündung was den stechenden Schmerz im Fuß hervorruft.

Es gibt verschiedene Ursachen für eine Überlastung der Plantarfaszie:    

• intensiver Sport in untrainiertem & unaufgewärmtem Zustand    
• Übergewicht    
• übermäßig langes stehen und gehen (auch am Arbeitsplatz)    
• Überpronation (die Abflachung des Fußlängsgewölbes und das nach Innenverkanten der Füße und Knöchel (auch „Senkfuß“ genannt))    
- Fußfehlformen/-stellungen die durch ein flach stehendes Fersenbei gekennzeichnet sind (siehe Knick-Senkfuß)
• schlechtes und falsches Schuhwerk

Was kann ich gegen den Fersensporn machen?

Vorbeugung/Prävention:

Hören Sie auf Ihren Körper und gönnen Sie sich und ihren Füßen ausreichend Pausen. Es ist wichtig, gerade im Hinblick der Vorbeugung eines (unteren) Fersensporn, die Sehnen der Fußsohle zu schonen. Hierfür ist es hilfreich, wenn Sie z.B.:    
• Ihre Haltung und Position am Arbeitsplatz hin und wieder ändern. Zu viel stehen belastet Ihre Füße.
• Vor Sporteinheiten ein ausreichendes Dehn- und Aufwärmprogramm absolvieren.    
• Beim Joggen und allen anderen laufintensiven Sportarten, auf gute Laufschuhe achten.    
• Übergewicht möglichst vermeiden oder abbauen, da ein erhöhtes Gewicht mit einer erhöhten     
Belastung für Ihre Füße einhergeht.    
• Auf das richtige Schuhwerk achten. Bequeme und passende Schuhe, sowohl in Größe als auch Weite, ist gerade im Alltag, die wohl einfachste und beste Möglichkeit, Ihren Füßen den besten Komfort zu gewährleisten.    
• Bei einer übermäßigen Pronation als Ursache des Fußproblems, dieser durch spezielle Schuheinlagen entgegenwirken. Sie können die Belastungen auf die Sehnenplatte der Fußsohle (Plantarfaszie) verringern und so die Entstehung des Fersensporn vorbeugen.

Behandlung:

Hat sich im Laufe der Zeit dennoch ein Fersensporn gebildet, welcher durch die Entzündung des Gewebes (Plantarfaszilitis) auch Fersen- und/oder Fußsohlenschmerzen und Probleme verursacht, könne diese meist mittels konservativen Methoden behandelt werden.    
Grundlegend gilt, dass eine Verminderung der Belastung der erste und wichtigste Schritt zur Besserung der Fußschmerzen ist. Zusätzlich hilft:    
• Das Vermeiden von längeren, fußbelastenden Tätigkeiten (Z.B. Rennen, Wandern, langes Stehen…)
• Zwei- bis dreimal täglich die Achillessehne und die Sehnenplatte der Fußsohle dehnen. Dies führt zu einer Spannungsverminderung, welche das entzündete Gewebe entlastet und zum Rückgang der Schmerzen führen kann.    
• Mithilfe von Eis und Kühlpads, die Entzündung behandeln.    
• Speziell beim unteren Fersensporn, ist die Verwendung eines Fersenkissens mit Locheinlage an der druckempfindlichen Stelle für eine Linderung der Schmerzen empfehlenswert.    
• orthopädische Einlegesohlen, welche nicht nur der Bequemlichkeit und der Drucklinderung dienen, sondern auch das Längsquergewölbe des Fußes stützen, können von einem Orthopädieschuhmacher für Ihren Fersensporn  angefertigt und angepasst werden.


Welche Schuhe kann ich bei einem Fersensporn tragen?

Nicht jeder Schuh, auch wenn er beim ersten Tragen passend und bequem erscheint, ist die richtige Wahl, speziell im Hinblick als Prävention oder Behandlung eines Fersensporns. So empfiehlt sich die Wahl eines Schuhs, mit herausnehmbaren Einlegesohlen, um spezielle Schuheinlagen von einem Orthopäden, problemlos in Ihren Schuh einzubetten. Bei Solidus müssen Sie sich keine Gedanken darüber machen, denn alle unsere Schuhe enthalten herausnehmbare Einlegesohlen. Zusätzlich besitzt z.B.  das Modell „Karo“,  eine Einlage mit dämpfendem Schaum. Hierdurch werden Fußbeschwerden und Schmerzen an der Achillessehne oder in der Fußsohle vermieden. Auch diese Einlage kann bei Bedarf durch orthopädische Einlegesohlen ausgetauscht werden. Hier finden Sie eine Auswahl an Schuhen, die für einen Fersensporn geeignet sind.

Bequemer Schuh, der für Fersensporn geeignet ist