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Diabetischer Fuß

Das Diabetische Fußsyndrom, welches umgangssprachlich als Diabetischer Fuß bezeichnet wird, ist eine Folgeerkrankung die hauptsächlich bei Patienten mit Diabetes Typ2 auftritt. Der aufgrund der Diabeteserkrankung langfristig erhöhte Blutzuckerspiegel, führt zu einer Durchblutungsstörung, was die Haut anfälliger für Verletzungen macht. Kommt es zu einer Fußverletzung, heilt diese durch die Erkrankung langsamer ab und bleibt aufgrund der krankheitsbedingten Nervenschäden oftmals zunächst unbemerkt. So kann sich, die anfangs kleine, Verletzung entzünden und es kann durch die diabetesbedingte, geschwächte Immunabwehr, zu einer Infektion kommen. Bleibt die Infektion unbehandelt, entstehen Geschwüre im Fuß, was im schlimmsten Fall zu einer Amputation führen kann. Diese Fußprobleme und Fußerkrankungen, welche durch die Vorerkrankung Diabetes bedingt sind, werden als Diabetisches Fußsyndrom bzw. als diabetischer Fuß bezeichnet.

»Bild Quelle: Bauerfeind AG, Zeulenroda«
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Wie entsteht ein diabetischer Fuß?

Grundlegend entsteht ein diabetischer Fuß durch die Krankheit Diabetes. Im Rahmen dieser Erkrankung kommt es zu Störungen der großen und kleinen Blutgefäße. Besonders die Störung der kleinen Blutgefäße, ist für die Entstehung eines diabetischen Fußes, ein großer Faktor. Durch den erhöhten Blutzuckerspiegel, können die kleinen Blutgefäße, welche für die Versorgung der Zellen verantwortlich sind, verstopfen. Durch diese Verstopfung kommt es zu einer Minderdurchblutung des umliegenden Gewebes, woraufhin dieses unzureichend mit Sauerstoff versorgt wird. Die mangelhafte Sauerstoffversorgung führt zu einer eingeschränkten Regenerationsfähigkeit des Gewebes, wodurch selbst kleinste Wunden nur sehr langsam heilen und der Körper insgesamt, weniger Widerstandsfähig gegenüber Bakterien und Keimen ist. Neben einer Durchblutungsstörung, führt der Diabetes, durch das Überangebot an Zucker im Blut, zu einer Störung der sensiblen Nerven. Diese Nervenstörung erhöht die Schmerzschwelle und reduziert so das Schmerzempfinden, was dazu führen kann, dass ein diabetischer Fuß unbemerkt Wunden aufweist. Solche Wunden können auch schon durch Druckstellen im Schuh führen, welche nicht bemerkt und dadurch wund gelaufen werden. Durch den Diabetes haben viele Patienten eine trockene Haut, was diese anfälliger für kleine Risse und Wunden macht und so hat ein diabetischer Fuß die Folge, besonders empfindlich zu sein.
Sind die Wunden erst einmal entstanden, bleiben sie zum einen oftmals in ihren Anfangsstadien unbemerkt und zum anderen macht die Krankheitsbedingt Wundheilungsstörung den weiteren Verlauf komplizierter. Durch lange Zeit  bei der ein diabetischer Fuß offene und unbehandelte Wunden hat, können Bakterien in die Wunde gelangen und durch die gleichzeitige Schwächung der Immunabwehr, Entzündungen hervorrufen, welche zu einer Infektion führen können. Wird diese nicht rechtzeitig und ausreichend behandelt, können im Zuge der Infektion, tiefe Hautgeschwüre weiter in den betroffenen Fuß eindringen, was im schlimmsten Fall des diabetischen Fußes, zu einer Amputation führen kann.
   

Was kann ich bei einem diabetischen Fuß machen?

Das wohl wichtigste für Diabetiker ist eine regelmäßige Eigenkontrolle ihrer Füße. Ein diabetischer Fuß bedarf einer täglichen Kontrolle, um mögliche Verletzungen frühzeitig zu erkennen und schlimmere Folgeprobleme zu verhindern. Zusätzlich zur Eigenkontrolle, sollte ein Arzt, mindestens einmal pro Jahr, den Fuß genau untersuchen und in diesem Zuge kann dieser zusätzliche spezielle Hautpflegeprodukte für die Füße eines Diabetikers verschreiben.
Diabetischer Fuß. Weitere Maßnahmen zur Vorbeugung sind z.B.:

•    Ein diabetischer Fuß sollte nach Fußbelastenden Aktionen wie Wanderungen, langen Spaziergängen und auch nach dem Tragen von neuen Schuhen, auf Schwellungen, Druckstellen und Verletzungen untersucht werden.
•    Ein diabetischer Fuß sollte mehrmals in der Woche mit lauwarmen Wasser für maximal drei Minuten gewaschen und gut getrocknet werden (besonders in den Zehenzwischenräumen).
•    Ein diabetischer Fuß sollte mit harnstoffhaltigen Cremes rückstandslos eingekremt werden.
•    Ein diabetischer Fuß sollte für das Kürzen der Fußnägel nur Feilen verwenden und auf Raspeln, Nagelzwicker und Scheren, aufgrund einer erhöhten Verletzungsgefahr gänzlich verzichten.
•    Vorwiegend Baumwollstrümpfe tragen, die ohne Nähte auskommen und diese täglich wechseln.
•    Ein diabetischer Fuß sollte möglichst auf das Barfußlaufen verzichten, da hierdurch eine erhöhte Verletzungsgefahr der Füße besteht.
•    Ein diabetischer Fuß sollte keiner großen Hitze, wie z.B. durch Heizdecken oder durch einen Kamin, ausgesetzt werden und auch direkte Sonnenstrahlung sollte vermieden werden.
•    Das Tragen von Schuhen, die das Entstehen von Druckstellen und Schwielen vorbeugen. Dazu sollten sie besonders bequem, weit und weich sein, und möglichst aus Leder. Ein diabetischer Fuß sollte auf Turnschuhe sowie Schuhe aus/mit Gummi verzichten und im Gegenzug Wert auf eine tägliche Kontrolle des richtigen Schuhwerks legen, indem man diese auf Unebenheiten, Steinchen etc. kontrolliert.


Diabetischer Fuß. Welche Behandlungen gibt es?


Sollten trotz verschiedener Vorbeugemaßnahmen, dennoch eine Fußverletzung entstehen, sollte je nach Schwere und Stadium der Schädigung, ein Podologe, der sich auf die Behandlung von diabetischen Füßen spezialisiert hat, aufgesucht werden. Kommt der Podologe an die Grenzen seiner Behandlungsmethoden, sollte ein diabetischer Fuß von einem speziellen Wundbehandlungsteam versorgt werden.
Aufgrund der besonderen, krankheitsbedingten Behandlungsvoraussetzungen, welche die Behandlung zu einem sehr langwierigen Prozess machen können, müssen oftmals viele verschiedene Spezialisten in die Behandlung miteinbezogen werden. Durch die diabetesbedingte Wundheilungsstörung, bedarf ein diabetischer Fuß zusätzlich einer  antibiotischen Langzeittherapie und in Einzelfällen, einer stationären Versorgung.

Der erste Behandlungsschritt des diabetischen Fußes, ist eine Druckentlastung der verletzten Region und besonders der Wunde direkt z.B. durch orthopädische Schuhe oder spezielle Einlegesohlen. Ist diese Entlastung gegeben, können weitere Schritte eingeleitet werden. Diese Schritte zur Behandlung des diabetischen Fußes sind:

Ursachenbekämpfung: Die krankheitsbedingte und für den diabetischen Fuß mitursächliche Durchblutungsstörung, kann mittels gefäßchirurgischen Maßnahmen, verbessert werden. Falls Fußfehlstellungen bestehen und ursächlich für den diabetischen Fuß sind, können und sollten diese durch orthopädische Eingriffe korrigiert werden, um Druckbelastungsspitzen und vorstehenden Knochenkanten zu vermeiden bzw. auszumerzen.
Wundreinigung und Débridement:
Eine Wundreinigung kann durch einen periodischen, mehrmals am Tag durchgeführten, Verbandswechsel gewährleistet werden. Durch ein Débridement, was ein medizinisches Vorgehen zur Entfernung von infiziertem, geschädigtem oder abgestorbenem Gewebe ist, kann ein weiteres Voranschreiten der Infektion verhindert und der Heilungsprozess initiiert werden.

Misslingt die Therapie oder wurde der diabetische Fuß erst in einem zu fortgeschrittenen Zustand und somit zu spät erkannt, kann eine (Teil-)Amputation des betroffenen Fußes notwendig werden

Welche Schuhe kann ich bei einem diabetischen Fuß tragen?

Ein diabetischer Fuß benötigt spezielle Diabetiker Schuhe, bei welchen eigene orthopädische Einlagen eingesetzt werden können. Des Weiteren sind Stretch Schuhe, in denen keine störenden, druckstellenverursachenden Nähte verarbeitet sind, zu empfehlen. Solidus hat in seinem Sortiment sowohl spezielle Diabetiker Schuhe, als auch Stretch Schuhe, die allen Anforderungen eines diabetischen Fußes gerecht werden. Die Innenfutter Ausstattung besteht aus antibakteriellen Materialien und einem Vorfußbereich, ohne drückende Schäfte und Nähte.

Hier finden Sie bequeme Schuhe von Solidus, bei denen sich ein diabetischer Fuß wohlfühlen kann. 

Diabetiker Schuh von Solidus. Mit Stretch und Klettverschluss, ideal für diabetische Füße